Socken im Abo von Blacksocks
Socken im Abo, ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht dass man mit sowas Geld machen könnte oder dass diese Dienstleistung überhaupt nachgefragt wird. Socken kriegt man schließlich auch in 50% der Supermärkte und bisher ist das auch der Ort wo ich meine Socken herbekomme (abgesehen von Weihnachts- und Geburtstagsgeschenken). Aber ich hab mir von Blacksocks ein paar Sneaker-Socken zum testen kommen lassen und muss sagen dass die Socken von der Qualität her verdammt gut sind. Die Socken sind bequem, verrutschen nicht und Unterseite der Socken ist etwas dicker, was mir gut passt, denn wenn ich Löcher in meinen Socken hab dann ist's eh an der Ferse und nicht am großen Zeh. Gibt's eigentlich eine Statistik dazu wo die meisten Löcher auftreten? Auf jeden Fall mag ich die Socken und werd mich sicher nicht mit nur den einen Sockenpaar das ich jetzt habe zufrieden geben. Es geht bei Blacksocks aber nicht darum gute Socken zu verkaufen (auch wenn es die Verkaufsgespräche ungemein erleichtern dürfte), sondern das Problem der Mangelversorgung mit Socken zu lösen. Das trifft sich mit meinem Problem nicht zu wissen wo ich so gute Socken herkriegt, denn der Supermarkt um die Ecke hat eher miese Socken die entweder bald grau, ausgeleiert oder kaputt sind. Diesem Langzeittest müssen sich die Socken von Blacksocks aber auch erstmal noch stellen. Mein anderes Problem ist dass ich zu viele verschiedene Socken habe, und da bin ich es will halt nicht jedes Socken-Einzelkind mit den anderen Socken zusammen gesehen werden. Bei der Unterwäsche die man bei Blacksocks auch anonnieren kann stellt sich das Problem für mich nicht, da hab ich dann doch lieber Variation. Apropos Variation, ein gemischtes Abo das man frei varieren kann wäre nicht schlecht. Zumindest wäre es meine bevorzugte Wahl nicht drei mal drei Sneaker Socken im Jahr zu kriegen, sondern ein Paar Sneaker und zwei Paar normale Socken pro Lieferung. Noch ein Wort zur Website von Blacksocks: Die ist einfach viel zu grau. Wie eine alte schwarze Socke die man zu oft gewaschen hat.
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25% mehr
- 25% mehr: Weil eine 50% Quote Männer diskriminieren könnte.
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Trigami macht den nächsten Test
Ich bin keine Pensionsvorsorge
Die Wiener Städtische wirbt derzeit mit diesem Slogan auf Plakaten und mich wundert's dass es in der Blogsphere (jetzt mal abgesehen im Forum des Standard) noch nirgends diskutiert wird. Das Thema hat aber auch kaum Potential zum Aufreger.
Ich muss vorweg sagen dass ich sehr kinderfreundlich bin und auch tolerant genug wenn sich jemand ganz klar gegen Kinder ausspricht. Aber negieren zu wollen dass Kindern sehr wohl eine Altersvorsorge sind, geht mir doch zu weit. Die Gesellschaft scheint sich im Punkt Familie zu radikalisieren. Die eine Seite will die alten Famlienschemata aufbrechen und stellt das Individuum in den Mittelpunkt während die andere Seite so weit gehen will dass Kinder für den Unterhalt ihrer gebrechlichen Eltern den eigenen Besitz herzugeben. Diese Angst will wohl die Wiener Städtische mit ihrer Werbung ansprechen, wahrscheinlich auch noch bei einer Klientel die sowieso keinen Grund zur Angst hätte.
Mit Sexismus für Handys werben?
T-Mobile wirbt in Österreich derzeit für ihren Klax-Tarif mit einem recht sexistischen Spot bei dem ein Kerl mit seinem Fotohandy eine Frau „fernsteuert“. Die Diskussion zum Artikel auf dieStandard.at ist recht umfassend wobei mir dorten das Argument auffiel dass der Kerl als offenbar sexuell verklemmter Typ dargestellt wird. Die Idee ist unter dem Motto „Alles unter Kontrolle“ prinzipiell ganz nett, aber die Umsetzung zu (ist dieses „zu“ diskutabel?) sexistisch geraten. Auf jeden Fall besser als der Scheiß mit dem sie im Radio für Klax werben.
Interessant fände ich den Spot andersrum, also die Frau zieht den Kerl aus. Wobei frau ruhig auf den Ziebel-Klamotten-Style zurückgreifen sollte damit er dann eher nackt dasteht. Die Studien von MediaAnalyser zeigen dass sich Frauen von der Werbung der Telekommunikationsbranche nicht angesprochen fühlen (gut, ist auf Frauen im B2B-Bereich bezogen) und Sex in der Werbung zwar Männer anspricht, man aber im Gegenzug die Frauen verliert. Interessant in den Studien auf dass Frauen bei Models in sexuellem Pose eher (34% bei weiblichen Models und 21% bei männlichen) eine Erniedrigung sehen als wir Männer (14%, 7%). Männer konzentrieren sich auch eher auf die sexuellen Elemente als auf die Produkte, schließlich lesen wir Unterwäschekataloge auch nicht um welche zu kaufen... MediaAnalyzer rät sogar davon ab mit Sex in der Werbung eine Marke aufbauen zu wollen und auch nur für die Bewerbung männlicher Kunden zu verwenden.
„Sex sells“ heißt es, aber ich hab so einen starken Verdacht dass wohl die Werbeagentur von T-Mobile diesen Spruch erfunden hat um sich zu rechtfertigen. Aber auch in Deutschland macht ja die CMA schon seit Jahren negative Schlagzeilen (ganz zu schweigen von einer unheiligen Allianz) und hat sich damit wohl auch ihr eigenes Grab geschaufelt in dass sie die Bauern gern stoßen würden. Bei der CMA fällt auch noch auf dass sie sehr allgemeine Werbung macht, nach dem Motto dass „Made in Germany“ genug Qualitätssiegel ist. Das rächt sich aber bei den Fleichskandalen immer weil dann auch die guten und braven Produzenten Umsatzeinbußen haben. Aber in der Werbung einige wenige Bauern als Qualitätsanführer zu zeigen würde schnell zu Neid führen... Interessant aber der Fall dass die Zwangsabgabe an die CMA fällt und sich regionale Genossenschaften bilden würden die die Werbung übernehmen. Werbetechnisch eine bessere Situation weil man sich dann auch offensiv bekämpfen kann und nicht alle zusammen glücklich sein müssen. Noch ein paars Links zur CMA: kurzer Blogeintrag und die Bauernstimme und ein Nachruf.
Zurück zu den Handys. Man kann die Werbung nämlich auch richtig machen, selbst in Österreich. Drei wirbt mit Christina Stürmer (die ihre Seele für einen Burger an den Teufel verkaufen würde...) und hat damit eine Figur die durch Starmania sehr bekannt und beliebt ist (wer hat Starmania damals gewonnen? Nobody?) und in den Spots meiner Meinung nach sehr real (kein Top-Modell, Identifikationsfigur für junge Frauen) wirkt. Da wurde das Werbebudget eindeutig besser ausgegeben.