Helge Schneider: Zieh dich aus du alte Hippe
Letztens auf dem Flohmarkt gekauft und schon fertig gelesen: Zieh dich aus du alte Hippe.
Ich muss sagen, sei Kerouac hab ich nichts mehr gelesen dass so verwirrend und surreal ist, es kommt enorm viel Ablenkung vor, Gewalt sowieso und manchmal glaubt man Helge wäre mitten in einem Absatz ein toller Satz eingefallen den er gleich reingeschrieben hat und sich dann irgendwie wieder rauswinden muss. Müsste, meistens tut er’s nicht. Trotzdem, es gibt eine Story, auch wenn alles auf den letzten paar Seiten aufgeklärt wird und der Leser keine Chance hat es langsam zu erfahren. Insgesamt, ein kurzweiliger Roman der sich vielleicht besser liest wenn man ein Kurzzeitgedächtnis von nur drei Minuten hat.
SF vom Flohmarkt
Immer Mitte Juli gibt’s im Pfarrheim Berchtesgaden einen Flohmarkt zu Gunsten karikativer Zwecke. Irgendwie hat diesmal die Elektroabteilung gefehlt und das Musikkammerl wird auch immer leerer. Sogar bei den Büchern hab ich nicht die üblichen 10-20 mit heimgenommen sondern nur vier dünne Büchlein, und das obwohl ich wirklich jede Kiste durchsuche.
Drei Mal SciFi und der Erstling von Helge Schneider. Mal wieder etwas Science Fiction zur Abwechslung kann nicht schaden, vorallem wo ich offenbar dazu tendiere meine Terry Prattchet Bücher zu verlieren bevor ich sie ganz ausgelesen hab. Eine Unsitte.
- Michael G. Coney – Eiskinder (Winter’s Children)
- Alan Dean Foster – Starman
- Edmond Hamilton – Captain Future: Held der Vergangenheit (Planets in Peril)
- Helge Schneider – Zieh dich aus du alte Hippe

langlebiges Bookcrossing
Vor dreieinhalb Jahren hab ich im Rechnerraum der Uni “Raumschiff Titanic” von Douglas Adams freigelassen und nachdem es zwei Monate später jemand auch ganz offiziell gefunden hat war es in den tiefen des Weltalls, oder irgendeines Bücherregals verschwunden. Und heute die Nachricht dass es weitergegeben wurde. Schön :-)
Arnaud Delalande: Das Vermächtnis von Mont Saint Michel
Ich les um die Weihnachtszeit öfters mal einen historisch, religiösen Roman und dieses Jahr war es Das Vermächtnis von Mont Saint Michel von Arnaud Delalande. Bei Amazon gibt's gleich drei verschiedene Ausgaben, eine erscheint gar erst Oktober 2007, meine Hardcover-Ausgabe ist gar nicht dabei und ich weiß nicht wer das lustig findet, aber jede Ausgabe ein anderes Titelbild. Soviel zur Corporate Identity für Bücher... Der Titel ist sowieso nicht so super, der fanzösische Orginaltitel bezeichnet nur die Kapelle die im Roman eher erwähnt wird als Mont Saint Michel. Der Zusammenhang wurd mir zumindest etwas spät klar.
Zum Roman, hab schon bessere gelesen und die ganzen anderen Kritiken (gut dass ich die vorher nicht gelesen hab) waren auch nicht begeistert. Die Idee ist ganz gut, ein geheimnisvolles Bild, ein heiliger Leuchter, Kreuzzüge, zwei Kardinäle die sich um die Papst-Nachfolge streiten und dabei den eigentlichen Inhalt des Bildes nicht erkennnen. Aber die Spannung hat mir gefehlt und es gab auch keine besonderen Überraschungen. An der Übersetzung kann's wohl nicht gelegen haben.
Weblinks
- Wikipedia-Artikel zu Arnaud Delalande (jaja, von mir ;-)
- krimi-couch.com