Dennis Hopper et le Nouvel Hollywood

Die Ausstellung in Cinémathèque fançaise dauert noch bis 19. Jänner und sie war ganz oben auf meiner Liste von Dingen die ich während meiner einen Woche in Paris machen wollte. Es dürfte wohl gigantisch sein was Dennis Hopper in den mehr als vier Jahrzehnten an Kunst gesammelt hat, allein dieser Teil düfte ein mittleres Museum füllen: Warhol, Lichtenstein, Basquiat, Rauschenberg etc. Aber es gab auch Schnipselchen zur Vita des Dennis zu Hopper zu sehen und am meisten erstaunt war ich über seine Photographie. Irgendwie hat er es in den 60ern geschafft oft dort zu sein wo gerade Geschichte passiert. Sei es Bürgerrechtswegung oder irgendwelche Krawalle, dafür braucht’s schon einiges an Gespür.

Insgesamt als eine absolut sehenswerte Ausstellung.

diverse Vernissagen

Wo soll man da nur anfangen, drei Abende lang nur Vernissagen in Wien. Da kann man viel drüber schreiben.

Mittwoch

Mittwoch im Künstlerhaus. Gleich vier Eröffnungen, drei davon im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie. Das war eindeutig zu viel. Es sind nur Bruchstücke hängen geblieben. Filmdosen die erst nach 58 Jahren entwickelt wurden, europäsiche Erfinder, Musiker etc die durch ihr Werkzeug oder Werk vorgestellt wurden, ein unnötig großes Bild von ein paar Hanseln mit Staatsvertrag auf dem Balkon des Belvedere und sicher gut gemeinte Fotos von Türken die in ihrer Jugend beschnitten wurden und dann Jahr(zehnt)e später wieder mit diesen Bildern abgelichtet wurden. Nur: Wieso?

Das Wieso hing auch in der Lust als ich dann Obergeschoß des K-Haus angekommen bin. Da hat einer gemeint unbedingt auf vllt. drei Dutzend Blatt Papier, großen, sicher DIN A0, in jeweils eine Sorte Wein zu ersaufen. Stank natürlich ungemein. Und die Kunst-Schickeria hat sich natürlich dankbar an der Weinbar vergnügt wo es sicher galt jeden einzelnen Wein zu testen…

Donnerstag

Am Donnerstag dann Schleifmühlgasse, da wird einem ned so ein grober Unfug geboten, aber quantitativ dem Mittwoch ebenbürtig. Wer’s nicht kennt: In der Schleifmühlgasse finden sich einige Gallerien die immer gemeinsame Vernissagen feiern. Was leider dringend fehlt ist eine gemeinsame Website. Wenn’s ned grad regnet ist die Straße gut gefüllt. Bei Engholm Engelhorn gab’s die Dokumentation zu einem Sommer Camp in Israel das zerstört palästinensische Häuser wiedererichtet. Der Film der dort gezeigt wurde hat mich sofort an die Qatsi-Triologie erinnert. Die teils gerafften Bilder, starke Teleaufnahmen, vorallem Nahaufnahmen und die Musik sind alles Elemente die einen daran erinnern. Oder auch nicht wenn man wie der Genosse Schönswetter eine Wissenslücke hat.

Die Galerie Christine König hatte fast ausschließlich schwarze Ölgemälde. Kann man mögen die Farbe… Bei Georg Kargl gab’s in der Box Alu an der Wand. Kann man mögen… In der Hauptgalerie waren teils enorm große Bilder von Lisa Ruyter zu sehen. Atoms for Peace heißt die Serie und fast allen gemeinsam ist die Verwendung knalliger, naturfremde Farben, schwarze Umrisslinien und eine Vereinfachung der Motive. Fast alle: Weil bei den Flaggen war sie doch so inkonsequent und hat die richtigen Farben verwendet und nicht irgendwelche. Schade. Alle Szenen basieren auf Fotografien aus der IAEA hier in Wien die wohl Frühjahr entstanden sind. Ein wenig die Gasse runter ist noch immer Stockhausen permanent zu sehen. Wir haben das Helikopter Konzert erwischt, interessant was für Ideen Stockhausen hatte. Eine Wissenslücke meinerseits die Herr Schönswetter mal füllen muss.

Freitag

Der Wochenausklang ist bescheiden, im c17, das jede Woche was anderes hat, gab’s eine Ausstellung von Marianne Vlaschits die sich mit, vorallem männlicher, Sexualität und Homosexualität beschäftigt hat. Sie macht das zu sehr über Stereotypen. Die ja durchaus stimmen können, aber ich persönlich hab mich nur in einem Bild ansatzweise wieder gefunden. Obwohl, zu YouPorn kann ich immer noch wichsen. Viel besser war auf jeden Fall der Film den Marianne und ich glaube Miriam stand in den Scores, gezeichnet haben und der dann in Zeitraffer abgespielt wurde. In der Story geht es um Knut den Eisbären der nach Wien kommt wo schon der Pandabär Fu-Long im Schönbrunner Tierpark der absolute Star ist. Die beiden verlieben sich, die Presse findet das gar nicht gut, Fu Long wird ausgewiesen aber später kommen sie wieder zueinander und am Ende wird Knut von einem Klavier erschlagen. Technisch (abgesehen davon dass die zwote Hälfte bei anderem Licht gedreht wurde) und auch von der Story super und auch orginell erzählt.

London Photographie Ausstellungen

Daniel ist grad in London und wollte noch was zu den Ausstellungen die ich vor zwo Wochen in London besucht hab. Hier also noch die Abschrift aus meinem Tagebuch, teils erweitert:

Was mir an der Ausstellung von Annie Leibovitz in der National Portrait Gallery so gefallen hat war ihre Ehrlichkeit. Das Eingeständnis keine Studiofotografin zu sein, ihr Scheitern bei den Landschaftsaufnahmen im Monument Valley und natürlich die Nacktaufnahmen als sie selbst schwanger war. Die Familienbilder mit denen sie die letzten Jahre ihrer Eltern dokumentiert und auch das Sterben von Susan Sontag sind fast sehenswerter als die Aufnahmen verschiedener Promis. Die einen Bilder sind nicht gestellt und auch bei den anderen hat man oft das Gefühl dass sie spontan ins Zimmer und das Bild geschossen hat. Es kommt doch auf so kleine Details an wie ein Haargummi der am Boden neben dem Bett liegt, fast schon außerhalb des Bilds.

Auf dem Weg zur Photographer’s Gallery, natürlich hab ich mich etwas verlaufen, bin ich am Covent Garden noch auf einen White Cube stoßen. No. 1 The Piazza ist die Adresse, über die King’s Road geht’s wieder zurück und man findet dann doch die Photographer’s Gallery. Im White Cube waren zwei Bilderserien von Sam Tyler-Wood. Die Ausstellung ging leider nur bis zum 5. November. Die beiden Serien waren zum einen Clowns in post-industriellen Szenen. Besonders schön das eine wo der Clown durch ein Fenster in eine Fabrik einsteigt und das Licht so extrem genial und hell durch die hohen Fenster fällt. Amüstant auch die Szene am Ende einer U-Bahnstation wo der Clown noch diesen einen großen Extra-Schritt zu machen scheint. Die zweite Serie waren Selbstportraits der Künstlerin bei denen sie an heliumgefüllten Luftballons hängt und weil sie nie Bodenkontakt hat und oft auch noch in einem Überschlag photographiert ist scheint es als würde sie von den zwei oder drei Ballons in der Luft gehalten. Sehr faszinierend.

Schließlich die Photographer’s Gallery, in der No 8 gab’s Bilder aus dem Soho der 50er und 60er Jahre. Brennpunkt der Jugendkultur, Kriminalität und Sexualität. Schöne Bilder, auch mit einer Serie aus dem Striptease-Club, vor wie hinter der Bühne. In No 5 wurden Werke von Dryden Goodwin ausgestellt. Nächtliche Straßenbilder, hauptsächlich an der Regent Street. Auf den Portraits hat er mit Stiften bzw. dann auch am Computer Linien auf die Gesichter gemalt. Das hab ich inzwischen bei flickr schon besser gesehen. Seine andere Serie war weitaus orgineller: Straßenszenen in denen einzelne Gesichter die besonders gut zu erkennen sind, kopiert werden auf ein weißes Blatt das neben dem Bild hängt. Diese kleinen Portraits mit Bleistift hat er sehr schnell gezeichnet und auch gleich dutzendfach in einer Linie zum Blattrand hin.

Die einzige Ausstellung die ich noch verpasst hab war von der Queens Park Group

An meinem letzten Tag in London bin ich zufällig noch an der House Gallery vorbeigefahren, im Februar war ich dort mal drinnen, sehr nette Location mit Cafe aber zur Zeit keine Ausstellung. Sowieso eher nicht photoaffin.

Schmiede08: Day 5

What a busy day this was: I presented my second exhibition and spent most of the day with working in the darkroom with doing photograms. For those not knowing this technique: You use normal b/w photopaper, put all kinds of small things on it, switch the light on (or use a flash for sharper edges) and then develop the paper just normal. The results can be amazing, depending on the things you use and if you built up a story-line like I did. The story is about destroying earth (sucessfully) and was very accepted by the audience so far.

Besides art I had yet another BBQ, sadly it started raining, and I attended the performance “I am sitting in a room” that absorbed all other activities in the building for an hour. I fell to sleep half way through…

Oh, and I managed to cut myself in a finger on each hand: Within five minutes…

Schmiede08: Day 2

Second day, most people got started with their projects, or started with completely different ones like we did. I put together a simple pinhole camera for that Fuji instant film (ISO 3000 rocks!) I had with me and after two unsuccessful pictures I finally got results that one might interpret as pictures. Anyways, I think sooner or later I will manage this pinhole camera even better.

Doku über Marc Jacobs

Mode ist ja nicht so mein Ding, aber es kommt grad eine Doku über Marc Jacobs auf ARTE. Jacobs ist schon seit 1997 künstlerischer Leiter bei Luis Vitton und damit gibt's so einiges zu erzählen. Die Doku ist wirklich nicht geschönt und Jacobs wird nicht geschont. Etwas viel Bewunderung schien der Dokumentarfilmer Prigent aber schon gehabt zu haben, zumindest kam vor dass er sich nicht hinsetzen traute als Jacobs ihn aufforderte. Na gut, kann auch technische Gründe haben. Stellenweise ist die Doku richtig lustig, Runde Kreise die hineingezeichnet werden ins Bild nachdem Jacobs auf die japanische Kunstom Yayoi Kusama. Oder seine Essgewohnheiten, Proteine, Stecknadeln und Fingernägel. Er scheint einen großen Respekt vor den Künstlern zu haben die er bewundert, lässt sich von ihnen inspirieren und arbeitet auch mit einigen zusammen. Insgesamt ein schöner Einblick in diese Modewelt. Über den Dokumentarfilmer Loïc Prigent lässt sich kaum was finden, IMDB weiß nur dass er schon vorher was über Chanel gemacht hatte und am 10. Mai kommt noch eine Doku über den französischen Wähler.