apropos Feminismus
Finja stört sich am “Mädchen” das Alice Schwarzer in ihrer Börne-Preis Rede geprägt hat und auch Barbara Gärtner in der SZ aufgegriffen hat. Man darf sich aber nicht allzusehr an diesem Wort stören, Schwarzer will zwar eine gewisse Unreife unterstellen aber auch ganz scharf abgrenzen gegen eine Haltung die ihr zuwider ist. Es ist nunmal ein anderer Feminismus als der den Schwarzer vertritt, auch wenn sie sich in ihrer Rede dagegen gewehrt hat irgendwen zu vertreten.
Einen etwaigen Grabenkampf zwischen alt und jung halt ich für völlig überflüssig, es gibt ja leider noch genug Patriachat für alle wie Oestreich in der taz geschrieben hat. Der neue Feminismus ist Männern gegenüber viel offener, etwas was mich an Schwarzer schon immer gestört hat.
Weblinks
- Börne-Preis Rede von Alice Schwarzer
- Warum wir gegen Buchhalter-Feminismus sind eine Antwort auf Schwarzer von Jana Hensel und Elisabeth Raether
- Die Work-Wife-Balance eine Antwort auf Hensel und Raether von Barbara Gärtner
- Für eine lebendige feministische Debatte von Meredith Haaf, Susanne Klingner und Barbara Streidl
- Von Frau zu Frau eine Zusammenfassung von Heide Oestreich
Titanic auf Erfolgskurs
Aktuell ist die Titanic ja extrem präsent in den nicht-satirischen Medien und ich gönne ihr den Erfolg. Ich würde meinem Lieblings-Magazin (gleich nach der SPEX, Bonsai und ein paar anderen) auch einen ordentlichen Prozess in der Causa gönnen.
Was auffällt, die Sun und auch andere die in UK darüber berichten, unterlassen ganz gern den Hinweis dass es ein Satire-Magazin ist. Und auch Hinweise auf andere Erfolge des Magazins (nicht nur die Sache mit der Fußball-WM 2006) werden unterschlagen, dabei wäre das doch im Sinne einer umfassenden Medienberichterstattung von großer Bedeutung damit sich die Leser in England einen Einblick verschaffen können was für ein Magazin die Titanic ist. Hätte der Spiegel statt der üblichen Hitler oder Pferde Reportage die Maddie-Satire gebracht dann dürften die Engländer sehr gern sauer werden aber bei der Titanic, ne da nicht.
Zeit für bessere Abmahnungen?
nochmal ganz kurz
- Urheber beauftragen die Agentur ihre Rechte zu verteidigen
- Agentur schreibt Urheberrechtsverletzer an und diese löschen entweder den Content und zahlen die Abmahnkosten (ab € 10,- aufwärts) oder kaufen eine Lizenz
- Nur die sturen Urheberrechtsverletzer werden an einen Anwalt weitergereicht
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Ich bin keine Pensionsvorsorge Teil 2
Zum Thema Kinder als Pensionsvorsorge das ich letztens im Blog hatte Die Presse vor Weihnachten noch einen Artikel dessen Quintessenz ist dass diese Werbung stimmt weil Kinder als Pensionsvorsorge nicht ausreichend sind.
Ich mag mich täuschen, aber die Autorin sieht die Sache in einem zu kleinen Maßstab. Der Trend geht ja seit Jahren hin zum Dreiviertel-Kind (bei den sehr optimistischen 1,69 Kindern pro Frau) und nur durch Einwanderung wird sich die Bevölkerungsgröße langfristig halten. Allerdings wird der Mensch immer älter, im Alter auch immer pflegeintensiver und langfristig führt das dazu dass der Mensch im Laufe seines Lebens mehr soziale Ressourcen verbraucht als er einbringen kann. Zwangzig Jahre am Anfang benötigt er Hilfe, vierzig arbeitet er und nach hinten raus verbraucht der Mensch wieder eine Unmenge an Ressourcen und es wird sicher nicht weniger. Langfristig ist also eine stabile und vorallem altersmäßig ausgeglichene Bevölkerung notwendig um die Sozialgemeinschaft am Leben zu erhalten.
Zusätzlich darf man nicht vergessen dass es zwar eine verpflichtende, allerdings ungenügende, Pensionsvorsorge gibt, aber wenn man sich dorthin bewegt dass die private Pensionsvorsorge ein Muss wird, dann läuft wirklich viel falsch. Altersarmut ist inzwischen ein Thema und mit der Grundsicherung (die so nur ein Anfang ist und ausgeweitet werden muss) will man ja in Österreich auch schon gegensteuern.
Jetzt mal ein kleiner, anderer Ansatz: Wer will mir denn garantieren dass die von der Pensionsvorsorge versprochenen Leistungen auch erbracht werden? Auf einen Zeitraum von dreißig und mehr Jahren ergeben sich schnell einige Risiken. Der Bankrott einer Bank kann von der Regierung leicht abgewehrt werden, aber eine Wirtschaftskriese könnte eine Regierung überfordern vorallem wenn man bedenkt dass die Welt ja immer mehr von Unternehmen geführt wird und weniger von den Regierungen.
Kann sein dass ich bezüglich Risiken noch ein wenig bäuerliche Gene hab, aber es gibt nur zwei Sachen in die ich alle meine Zeit und mein Geld investieren würde, das eine ist Boden und das andere sind Kinder denn die werden ja im Schnitt über 80 Jahre alt.
Abschließend noch zur Verpflichtung, ich werd's von meinen Kindern sicher nicht verlangen wenn sie sich nicht um den alten Herrn kümmern, wird wohl an ihrer Erziehung liegen…