Wochenend-Nacht-U-Bahn
Da muss ich dem Charlie mit seiner Ablehnung des Plans die Wiener U-Bahn auch nachts zu betreiben recht geben. Aber für mich war die Sache schon unten durch als die JVP letztes Jahr mit der 24 Stunden Verkehr Kampagne geworben hat.
Das System der Nachtbusse ist einheitlich, das aufzusplitten würde Verwirrung schaffen. Was die Wiener Linien aber verbessern sollten wären ein paar mehr Informationstaferln. Ich hab einige Fahrten gebraucht bis ich die richtigen Busse erwischt hab, man muss sich da wirklich schon vorher genau mit dem Heimweg beschäftigen.
Schnellverfahren
Da ist also gestern Nachmittag Ministerpräsident Althaus in einem Schnellverfahren zu einer Geldstrafe und Schadensersatz verurteilt worden (über die nur 5000 Euro kann man sich jetzt aufregen, aber Versicherungen dürften sicher auch was hergeben) und heute regen sich alle drüber auf dass das so schnell ging. Wieso denn? Wollte etwa irgendwer einen monatelangen Prozess bei dem der Angeklagte photogen mit Jacket über den Kopf gezogen aus dem Gericht zur Limousine eilt? Ein Prozess bei dem die Medien genug Zeit haben auch jede noch so obskure Aussage von wer-weiß-ich zu verbreiten während man auf ein Ende des Prozesses wartet?
Der Angeklagte kann sich an den Unfall nicht mehr erinnern aber er glaubt den Gutachtern (anstelle eines Gegengutachten) dass er schuld ist und bekennt sich zu deren Urteil wonach er schuld ist: Was gibt’s da noch groß zu verhandeln?
Haider ist tot
Das is so eine Nachricht, die man erst glaubt wenn man sie bei drei Agenturen gelesen hat, aber wirklich war. Polemik muss jetzt nicht sein, erst recht kein Kondolenzbuch für Schmierereien und dummes Geschwätz beider Seiten, denn ein wenig Pietät muss man schon zeigen.
Das war schon genug Pietät, auf zu den nächsten Tagesordnungspunkten: Wie lang wird wohl das BZÖ brauchen um sich selbst abzuwickeln? Bis zur konstituierende Sitzung am 28. Oktober sollte das wohl möglich sein. Im Frühjahr ist ja in Kärnten auch wieder Wahl angesagt, aber wen interessiert das schon noch? Die Ortstafeln? Tja, die werden jetzt wohl allesamt zweisprachig. Gut so. Und H.H. Strache? Tja, der wird jetzt wohl ganz durchdrehen, armes Österreich.
Noch eine Neonazi-Partei in Österreich: NVP
Franz Jägerstätter
Österreich und seine Neu-Mitbürger
dem unbekannten Gotchspieler
andere Blogger/Medien
Studentendemo in Salzburg
- Der Rote Stift
- no-racism.net
- Stadt-Land-Fluß (schöne Zusammenfassung der aktuellen Lage)
Regierung Neu
Studiengebühren oder gemeinnützige Arbeit
Ich bin keine Pensionsvorsorge Teil 2
Zum Thema Kinder als Pensionsvorsorge das ich letztens im Blog hatte Die Presse vor Weihnachten noch einen Artikel dessen Quintessenz ist dass diese Werbung stimmt weil Kinder als Pensionsvorsorge nicht ausreichend sind.
Ich mag mich täuschen, aber die Autorin sieht die Sache in einem zu kleinen Maßstab. Der Trend geht ja seit Jahren hin zum Dreiviertel-Kind (bei den sehr optimistischen 1,69 Kindern pro Frau) und nur durch Einwanderung wird sich die Bevölkerungsgröße langfristig halten. Allerdings wird der Mensch immer älter, im Alter auch immer pflegeintensiver und langfristig führt das dazu dass der Mensch im Laufe seines Lebens mehr soziale Ressourcen verbraucht als er einbringen kann. Zwangzig Jahre am Anfang benötigt er Hilfe, vierzig arbeitet er und nach hinten raus verbraucht der Mensch wieder eine Unmenge an Ressourcen und es wird sicher nicht weniger. Langfristig ist also eine stabile und vorallem altersmäßig ausgeglichene Bevölkerung notwendig um die Sozialgemeinschaft am Leben zu erhalten.
Zusätzlich darf man nicht vergessen dass es zwar eine verpflichtende, allerdings ungenügende, Pensionsvorsorge gibt, aber wenn man sich dorthin bewegt dass die private Pensionsvorsorge ein Muss wird, dann läuft wirklich viel falsch. Altersarmut ist inzwischen ein Thema und mit der Grundsicherung (die so nur ein Anfang ist und ausgeweitet werden muss) will man ja in Österreich auch schon gegensteuern.
Jetzt mal ein kleiner, anderer Ansatz: Wer will mir denn garantieren dass die von der Pensionsvorsorge versprochenen Leistungen auch erbracht werden? Auf einen Zeitraum von dreißig und mehr Jahren ergeben sich schnell einige Risiken. Der Bankrott einer Bank kann von der Regierung leicht abgewehrt werden, aber eine Wirtschaftskriese könnte eine Regierung überfordern vorallem wenn man bedenkt dass die Welt ja immer mehr von Unternehmen geführt wird und weniger von den Regierungen.
Kann sein dass ich bezüglich Risiken noch ein wenig bäuerliche Gene hab, aber es gibt nur zwei Sachen in die ich alle meine Zeit und mein Geld investieren würde, das eine ist Boden und das andere sind Kinder denn die werden ja im Schnitt über 80 Jahre alt.
Abschließend noch zur Verpflichtung, ich werd's von meinen Kindern sicher nicht verlangen wenn sie sich nicht um den alten Herrn kümmern, wird wohl an ihrer Erziehung liegen…